Ein Leben für die Gelben Engel

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Nach insgesamt 70 Jahren hängen unsere Kolleginnen Gabriele Becker und Sabine Heidenreich ihren Blazer an den Nagel. Dazu blicken beide mit Wehmut zurück und mit Freude auf den wohl verdienten Ruhestand voraus.

„Mit Gabi Becker verabschieden wir die gute Seele der Abteilung. Sie hat mit hohem Engagement und Gewissenhaftigkeit meinen Arbeitsalltag erleichtert. Auf sie war immer 100% Verlass, wir werden sie vermissen“, dankt ihr Abteilungsleiter Herbert Fuss für fast drei Jahrzehnte Einsatz am Hauptsitz Koblenz im Bereich Verkehr & Technik.

Noch länger ist Sabine Heidenreich für die Gelben Engel tätig gewesen – genau genommen 40 Jahre in unserer Geschäftsstelle Bad Kreuznach. Dazu ihr ehemaliger Vorgesetzter Andreas Korpilla: „Wir freuen uns für Sabine Heidenreich, dass sie jetzt viel Zeit mit ihrer Familie verbringen kann. Das hat sie sich mehr als verdient. Ich persönlich habe ihr viel zu verdanken, da sie mir immer mit Rat und Tat zur Seite stand. Sie hatte immer für jeden von uns ein offenes Ohr und wird daher auch weiter ein Teil unserer ADAC Familie in Bad Kreuznach sein.“

Liebe Kolleginnen, mit Ihren insgesamt 70 Jahren Betriebszugehörigkeit gehören Sie quasi zu unserem Club-Inventar. Jetzt verlassen Sie uns Richtung Ruhestand – wie geht es Ihnen damit?

Gabriele Becker: Sehr gut, denn nach fast 44 Jahren Vollzeit ohne Unterbrechung möchte ich mir gemeinsam mit meinem Mann mehr Zeit für die Dinge nehmen, die neben meiner Arbeit immer zu kurz kamen: vom Nähen über Kalligraphieren bis hin zum Reisen.

Sabine Heidenreich: ich betrachte das Ganze mit einem lachenden und weinenden Auge. Einerseits freue ich mich auf die Zeit mit meinem Mann und Enkelkind, andererseits werde ich auch meine Kollegen vermissen, mit denen ich mehr Zeit verbracht habe wie mit meiner eigenen Familie. Dabei sind Freundschaften entstanden, die ich nicht missen möchte.

Ein halbes Leben für den ADAC – worauf blicken Sie besonders gerne zurück?

Sabine Heidenreich: Ich blicke auf einen guten Arbeitgeber zurück, der die Sorgen seiner Mitarbeiter ernst genommen hat. Der ADAC war für mich fast wie eine Familie. Wir haben hier in Bad Kreuznach immer an einem Strang gezogen. Wenn der eine mal einen schlechten Tag hatte, dann hat der andere das ausgeglichen – ohne Ausnahme. Dazu war meine Tätigkeit genauso spannend wie das vielfältige Leistungs- und Produktportfolio des ADAC. Das Arbeitsspektrum wandelte sich vom Arbeiten mit Microfiche hin zur modernen EDV und vom Stempeln der Benzingutscheine zur digitalen Vignette. Und der Umgang mit den Kunden hat mir immer sehr viel Spaß gemacht.

Gabriele Becker: Dem kann ich zustimme. Ich blicke auf einen abwechslungsreichen, sicheren Arbeitsplatz mit tollen Kollegen zurück, mit denen ich teilweise schon Silberhochzeit feiern durfte. Das Arbeitsklima war stets sehr gut gepaart mit vielen spannenden und abwechslungsreichen Projekten wie ADAC Hauptversammlung oder Bundesfahrradturnier. Ich wurde beim ADAC Mittelrhein immer gefordert, gefördert und wertgeschätzt, zusammengefasst: ich habe mich bei den gelben Engeln immer sehr wohl gefühlt. Das wird mir fehlen.

Haben Sie während Ihrer ADAC-Zeit auch mal „gefremdelt“ und daran gedacht, unseren Regionalclub zu verlassen?

Gabriele Becker: Ja, 1995 wollte ich mich anders orientieren. Aber keiner wollte mich, vielleicht waren meine Ansprüche an die neue Firma damals zu hoch. Denn vom ADAC war ich nur Gutes gewöhnt. Zum Glück, sage ich heute.

Sabine Heidenreich: ich hatte mal ein anderes Jobangebot, das ich aber abgelehnt habe.

Welche Pläne haben Sie für die Zeit nach dem ADAC?

Gabriele Becker:Einen Tag pro Woche arbeiten gehen, um ein wenig „drin zu bleiben“. Täglich walken oder Rad fahren, viel Zeit für Freunde haben und Menschen die Bibel näherbringen.

Sabine Heidenreich: Auf mich wartet eine Baustelle: Die Umgestaltung unseres Eigenheims zum Energieeffizienzhaus. Darüber hinaus freue ich mich auf mehr Zeit mit meinem Enkelkind und Wellness-Urlaube mit meinem Ehemann.

Dabei wünschen wir Ihnen ganz viel Spaß und bedanken uns herzlich für das kurzweilige Interview.

Gabriele Becker
Sabine Heidenreich