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HAC Simmern: „One team, one dream“

Mit seiner überaus großen und erfolgreichen Kart-Slalom-Mannschaft macht der Hunsrück-Auto-Club Simmern auch über die Region hinaus von sich reden. Erfolgreich war und ist der Verein aber auch auf vielen weiteren Ebenen. Und zurecht mächtig stolz auf sein neues Vereinsgelände.

Es begann in den „roaring sixties“

So zeigt ein kurzer Blick in die Geschichte des Hunsrück-Auto-Clubs, dass "the swinging sixties" für den Verein eher "the roaring sixties" waren. Für viele, die es miterlebt haben, waren das die goldenen Zeiten des Rennsports für "Jedermann". Bergrennen und Rallyes wurden auch über die Ölpreiskrise der 70er hinweg erfolgreich durchgeführt. Änderungen im Reglement und der immer größer werdende Aufwand bei sinkender Anzahl von Teilnehmern machten in den 80ern die Durchführung von Rallyes für immer mehr Ortsclubs unmöglich.
Autoslaloms und Orientierungsfahrten rückten ab den 80ern stärker in den Focus der Vereine. Für viele - und auch für den HAC - wurde aber die Einführung des Jugend-Kart-Slaloms und die Neuausrichtung auf diese Sportart zu einer regelrechten Erfolgsgeschichte. Der ADAC Mittelrhein hatte das Konzept in seiner Sportleitertagung Ende 1988 vorgestellt. Bereits im darauffolgenden Jahr gab es eine Vielzahl an Veranstaltungen. Nun war mit einem Schlag Jugendarbeit im Verein möglich, was vorher gar nicht denkbar erschien. Die ganze Familie war angesprochen. Selbstverständlich waren Mädchen unter den Aktiven, aber bei den Clubmeisterschaften wollten auch die Mütter ausprobieren, wie es ist und machten schließlich einen Damenpokal unter sich aus. Es scheint simpel, man benötigte "nur" ein Kart und einen Platz. War es aber nicht.

Der lange Weg zum eigenen Trainingsgelände

Angesichts so vieler nicht mehr bespielter Fußballfelder in der Region hätte man denken können, dass sich die Suche nach einem geeigneten eigenen Gelände einfach gestalten würde. Dem war aber nicht so. Eine über 25 Jahre dauernde Suche blieb erfolglos, ehe der Club schließlich 2018 in Braunshorn fündig wurde. Von Beginn an war dem Club bewusst, dass die eigenen Mittel sehr begrenzt waren und dass man stark auf eine "Muskelhypothek" angewiesen sein würde. Unter anderem wurden schließlich 2100 Quadratmeter Verbundsteine von den Mitgliedern verlegt. Das war eine großartige Gemeinschaftsleistung. Das neue eigene Gelände führte zu neuen Aktivitäten und Ideen. Eine davon: Es gibt nun auch einen Nachtlauf.

Und über den Kartslalom hinaus?

Schon seit mehr als 20 Jahren fahren Jugendliche des HAC sehr erfolgreich im Walkenbach-Cup, einem Automobil-Slalom-Wettbewerb, mit. Frühzeitig wurde ein vereinseigenes Auto angeschafft, um auch gut trainieren zu können. Denn auch beim HAC kann es auf diese Weise gelingen, dass die Jugendlichen nach dem Ausscheiden aus dem Kartslalom nahtlos zum Autoslalom übergehen.
Es bedurfte einiger nicht sehr erfolgreichen Versuche, mit einer Orientierungsfahrt in der Young- und Oldtimerszene Fuß zu fassen, ehe 2011 die Erfolgsgeschichte der Schinderhannes-Classic begann.
Und neben dem verbindenden Element Motorsport wird auch das Vereinsleben durch gemeinsame Veranstaltungen für die ganze Familie geprägt. Wie bei der „Nikolausfahrt“, die nur aus traditionellen Gründen noch so heißt, aber nicht am Nikolaustag stattfindet. Diese Bildersuch- und Aufgabenlösefahrt, bei der vor der Jahresabschlussfeier alle und insbesondere die Kinder mitmachen, erfreut sich großen Zuspruchs.  Bei der anschließenden Feier wird dann nicht nur gegessen und getrunken, sondern es werden auch Spiele für Jung und Alt durchgeführt.
Ebenfalls beliebt: Seit dem Jahr 1991 fährt der HAC zu Beginn der Sommerferien in die sogenannte Kartfreizeit.
Das Konzept des HAC im Gesamtpaket fruchtet. Dies zeigt sich auch darin, dass inzwischen einige „Kartkids“ aus den ersten Jahren des Kartslaloms nun mit ihren Kindern wieder zum Verein zurückgekehrt sind. Oft bringen sich gerade die besonders stark in das Clubleben ein.

HAC 2.0 trotzt nicht mehr gefragter Clubabende

In den 60er und 70er Jahren waren noch Clubabende gefragt, in denen sich ausschließlich Männer in der Kneipe trafen, um beim Bier Benzingespräche zu führen. Heute findet die Kommunikation schon zwischen den Kids, die sich früher nur beim Training und den Rennen trafen, weil sie in weit voneinander entfernten Orten wohnen, mittels Messenger-Diensten statt. Aber nicht nur die Jungen kommunizieren so, sondern auch der Vorstand – insbesondere in Coronazeiten – macht Sitzungen via Videokonferenzen. So kann der nun fast ins Rentenalter kommende Verein sich weiterhin jung, frisch und attraktiv zu halten. Getreu dem Vereinsmotto „one team, one dream“.

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Die Renn(en)leiter vom AC Mayen

Als Anfang September bei der „GT World Challenge Europe“ der Nürburgring im Zeichen des großen Tourenwagensports stand, waren auch die Mitglieder des AC Mayen wieder ganz vorne mit dabei. Denn der Club aus dem Herzen der Vordereifel stemmte gemeinsam mit dem ADAC Mittelrhein die sportliche Ausrichtung der prestigeträchtigen Veranstaltung.

Vorsitzender Rolf Werner und Frank Taller teilten sich die Rennleitung, der zweite Vorsitzende Michael Kaliczan verantwortete gemeinsam mit seiner Partnerin Stephanie Eder die Streckensicherung. Viele weitere Mitglieder des Clubs sorgten im Umfeld der Rennleitung und Veranstaltungs-Organisation für einen reibungslosen Ablauf des Events.

Auch Marc Hennerici, der als Geschäftsführer der ADAC-Mittelrhein-Tochter „ADAC Travel&Event Mittelrhein GmbH“ die Veranstaltung von Seiten des ADAC-Regionalclubs aus verantwortet, ist seit seiner Jugend ebenfalls im AC Mayen aktiv und dort im Vorstand derzeit Referent für Digitalsport. In seiner Geschäftsführer-Funktion verantwortet Hennerici auch den Internationalen ADAC Truck-Grand-Prix, der in diesem Jahr wegen der Hochwasserkatastrophe abgesagt wurde. Auch bei dieser Veranstaltung schultert der AC Mayen einen großen Teil des sportlichen Ablaufs. Rolf Werner ist zudem Geschäftsführer der European Truck Racing Association (ETRA), einer Tochtergesellschaft des ADAC Mittelrhein, die für die europaweite Vermarktung der ganzen Serie verantwortlich ist. Keine Frage: Wenn im rheinland-pfälzischen Motorsport das ganz große Rad gedreht wird, dann sind meist die Mitglieder des AC Mayen mit dabei.

1927 mit dem Start des Nürburgrings gegründet

Das kommt nicht von ungefähr, denn Großveranstaltungen am Nürburgring sind das Ding des AC Mayen. „Wir wurden schließlich 1927 als „Automobilclub Mayen und Umgebung“ gegründet“, erzählt Rolf Werner. Und dies war genau das Jahr, in dem auch der Nürburgring als Strukturmaßnahme in einer damals wirtschaftlich schwachen Region seinen Betrieb aufnahm. So ist die Geschichte des Clubs eng mit der der berühmtesten Rennstrecke der Welt verbunden. Nicht ohne Folgen: Über viele Jahre war der AC nicht nur der motorsportlich erfolgreichste Ortsclub im ADAC Mittelrhein; er rückte auch an die Spitze aller Clubs in Deutschland. Werner: „Europa- und Weltmeistertitel waren damals keine Seltenheit.“
Waren es bis in die 80er Jahre hinein vor allem die großen Langstreckenrennen, mit denen man auch international auf sich aufmerksam machte, so änderte sich das Mitte der 80er Jahre. So wurde das erste Truckrennen auf dem Nürburgring 1985 vom AC Mayen veranstaltet, ehe im Folgejahr auch wegen des finanziellen Risikos der ADAC Mittelrhein einstieg und die bis heute anhaltende Erfolgsgeschichte fortgeschrieben wurde.

 

Auch bei der „GT World Challenge Europe“ dabei

Eines für dem Club ereignisreichsten Jahre war das Jahr 1996. Die Formel 1 kehrte zum Nürburgring zurück und der ADAC Mittelrhein wurde mit der sportlichen Durchführung beauftragt. Es war nicht überraschend, dass die Crew des AC Mayen auch hier nahezu die komplette Rennleitung stellte.
Natürlich hat Corona auch das Clubleben des AC Mayen gehörig durcheinandergewirbelt. Die vom Verein 2019 erstmals mit großem Erfolg ausgerichteten Ferrari-Days konnten aber auch in diesem Jahr am letzten August-Wochenende stattfinden. „Auch für 2023 haben wir bereits eine feste Zusage“, freut sich Werner, dass diese Veranstaltung auch künftig wichtiger Faktor im Clubleben des AC Mayen bleiben wird.

Soziales Engagement gehört zur Club-Philosophie

Aber nicht nur am Nürburgring auch in Mayen selbst und im Umland nimmt der AC Mayen seit Jahrzehnten wichtige Aufgaben wahr. Die „Moselschiefer-Classic“, vom AC zum Leben erweckt und durchgeführt, war viele Jahre die größte und teilnehmerstärkste touristische Classic-Veranstaltung im nördlichen Rheinland-Pfalz. Die an jedem Donnerstag im Monat stattfindenden Clubabende sind (außerhalb von Coronabeschränkungen) gut besucht und bieten reichlich Gelegenheit, Benzingespräche zu führen.

Tradition hat auch die jährliche Sportwarteinformationsfahrt anlässlich der DTM zum Norisring nach Nürnberg. Werner: „Hier schauen wir den Kollegen und Freunden des Motorsportclubs Nürnberg über die Schulter und finden natürlich auch oft etwas, was wir bei unseren Veranstaltungen übernehmen können. Zugleich fördert dies die Gemeinschaft der Sportwarte untereinander.“

Und auch das soziale Engagement des Clubs wird in Mayen geschätzt. Bis zu 100 älteren Menschen aus Mayen wird bei der jährlich stattfindenden Seniorenfahrt einer gemütlichen Ausfahrt in die Eifel, entlang der Mosel oder über das schöne Maifeld mit einer Pause bei Kaffee und Kuchen sowie einem Abschluss mit Abendessen ein schöner Tag bereitet.

Der AC Mayen: Ein Verein mit vielen (schönen) Facetten.

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Die Berg- und Slalom-Meister von der Mosel

Es war wie eine Befreiung: Anfang Juli richtete der MSV Osann-Monzel auf den Flughafen Bitburg einen Automobilslalom im Rahmen der Deutschen Slalommeisterschaft aus. Es war die erste eigene größere Clubaktivität seit 2019, denn wie bei vielen anderen Vereinen auch, hatte Corona das Clubleben im Frühjahr 2020 nahezu zum Erliegen gebracht.

Drei deutsche Meister – dann kam Corona

Dabei war das Jahr 2019 aus motorsportlicher Sicht noch eines der erfolgreichsten Jahre des MSV Osann Monzel gewesen. Ottmar Sailler, seit elf Jahren Vorsitzender des Vereins, konnte gleich drei deutsche Meistertitel verkünden. Patrick Orth hatte seine starke Saison mit dem deutschen Meistertitel im DMSB-Berg-Cup für Tourenwagen gekrönt, Tony Tute wurde deutscher Slalom-Meister. Tim Kleinsorg, Ralf Orth und Manfred Bläsius gewannen als Team, des ADAC Mittelrhein, die deutsche DMSB-Slalom-Team-Meisterschaft. „Darauf waren wir natürlich sehr stolz“, so Sailler.
Doch nicht nur Corona macht dem Club zu schaffen. „Es finden derzeit einfach keine Jugendlichen den Weg zu uns“, erzählt Manfred Bläsius, Sportleiter des Clubs. Das clubeigene Kart wird derzeit nicht benutzt. Es gäbe im Augenblick auch keinen ausgebildeten Trainer mehr, der Jugendliche trainieren würde. Dabei stellte der Club in den 90er Jahren in Kim Schäfer sogar einen deutschen Meister im Kart-Slalom, sowie auch viele Meistertitel in der mitterheinischen ADAC Kart-Slalom Meisterschaft, in der Süd-West Deutschen und in der Rheinland-Pfalz-Meisterschaft. Einige Nachwuchsfahrer sind aktiv dabei geblieben und haben es, wie z.B. Dennis Zenz, als Rallyebeifahrer bis zur Rallye Dakar (2021) gebracht.

Slalomsport ist Aushängeschild des Vereins

Beachtung findet der Club vor allem im Slalomsport. Auch wenn in Bitburg Anfang Juli keine Zuschauer zugelassen waren, waren die Verantwortlichen froh, die Veranstaltung ausrichten zu dürfen. „Da musste viel Überzeugungsarbeit geleistet werden“, so Bläsius, der sich auf die tatkräftige Unterstützung von Christoph Schackmann, Präsident des EMSC Bitburg, verlassen konnte. „Ohne seine Kontakte hätten wir das nicht geschafft“, bedankt sich Bläsius. 120 Fahrzeuge waren schließlich am Start. „Es wollten mehr teilnehmen, aber da wir um 18 Uhr fertig sein mussten, ging das leider nicht“, so Sailler.
Eigene Veranstaltungen sind nun für dieses Jahr nicht mehr geplant. Am letzten August-Wochenende werden die Fahrer des MSV beim DMSB-Slalom des ASC Ahrweiler auf dem Flugfeld „Bengener Heide“ aktiv sein. Die Chance, mit Erfolgen heimzukehren, ist groß. Auch die 12 Sportwarte des MSV, sonst unter anderem beim deutschen Lauf zur Rallye-Weltmeisterschaft, bei der man über 25 Jahre eine WP ausrichtete oder dem Internationalen ADAC Truck-Grand-Prix unterwegs, erleben Pandemie bedingt, eher trostlose Zeiten.

Mitglieder bei Automobil-Slalom, Bergrennen und Rallyes aktiv

Seit 1975 gibt es den Club. Die zu Beginn fünf Gründungsmitglieder begeisterten schnell zehn weitere Einwohner aus dem idyllischen Moselort mit der Idee, als eigener Club an Autorennen teilnehmen zu wollen. Heute zählt der MSV rund 100 Mitglieder von denen rund 15 aktiv Motorsport betreiben. Die sind vor allem im Automobil-Slalom, bei Bergrennen und der Rallye unterwegs.
Ein eigenes Clubheim hat der MSV nicht, die lange wegen Corona ausgesetzten und zur Zeit eher spärlich besuchten Clubabende finden im Vereinslokal „Kelterhaus“ in Monzel statt.

 


Der Vorstand des MSV Osann-Monzel:
Ottmar Sailler (Vorsitzender),
Helmut Jacobi (Schriftführer),
Friedhelm Bähr (Verkehrsreferent),
Ralf Orth (2. Vorsitzender),
Sabrina Heindrichs (Schatzmeisterin),
Manfred Bläsius (Sportleiter),
Rainer Mathy (Beisitzer Sportwarte),
Es fehlt: Michelle Bläsius (Pressewart)

Automobilslalom in Bitburg, 2021 (YouTube Video)

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MSC Alzey: Der aktivste Motorsportclub Rheinhessens

Als sich im Mai 1962 17 Automobil-Enthusiasten in der Alzeyer Stadt-Schänke trafen und einen Verein gründeten, dachte noch niemand daran, dass sich daraus einmal einer der aktivste Ortsclubs des ADAC Mittelrhein in Rheinhessen bilden würde.

Doch spätestens seit dem ersten Teufelsrutsch-Bergrennen 1968, das mehr als 10.000 Besucher anlockte, war klar, dass sich hier Menschen gefunden hatten, die über den Motorsport in der Region etwas bewegen wollten. Aufgrund der immer höher werdenden behördlichen Auflagen gibt es seit dem Jahr 2000 keine Bergrennen mehr, aus dem Vereins- und Kulturleben der Stadt Alzey ist der Verein dennoch nicht mehr wegzudenken. Auch wenn der Verein ein besonders schwieriges Jahr hinter sich hat und eigentlich noch immer mittendrin steckt. Während in anderen Ortsclubs des ADAC Mittelrhein die Kart- und Slalomjugend unter Auflagen wieder trainieren kann, muss die rund zehnköpfige Gruppe des MSC noch pausieren. „Auf dem Parkplatz, der uns normalerweise zur Verfügung steht, ist zurzeit das Impfzentrum aufgebaut worden“, erzählt der Vorsitzende Uwe Ramb. Schon 2015 hatten die Jugendlichen umziehen müssen, da auf dem zu dieser Zeit genutzten Gelände eine Flüchtlingsunterkunft entstand. „Als diese nicht mehr gebraucht wurde, hat man das Gelände einer anderen Nutzung übergeben“, so Ramb. „Für uns war es weg.“

 

 

Clubeigenes Gelände für Zweiradfahrer

Besser sind da die Zweiradfahrer des Clubs dran, die seit 2001 eine eigene Unterabteilung des Vereins bilden. Denn die können in Nack ein vereinseigenes Trainingsgelände nutzen. Ramb: „Das ist wegen Umweltauflagen zwar auf 20 Tage im Jahr begrenzt, aber natürlich weitaus besser als nichts.“
Abseits der Trainings und Veranstaltungen treffen sich die Vereinsmitglieder im eigenen Vereinsheim in Dautenheim, wo in einer Lagerhalle auch die clubeigenen Karts, Motorräder, ein Opel Corsa für den Automobil-Slalom und Materialen für Veranstaltungen gelagert werden. Die sind in den letzten Jahren immer weniger gebraucht worden. „In der Eifel rund um den Nürburgring beispielsweise sind die Behörden dem Motorsport und dessen gesellschaftlicher Bedeutung sehr viel aufgeschlossener gegenüber“, weiß Ramb aus Erfahrung. So musste auch die für den 14. August geplante ADAC/MSC Rallye Alzey wegen fehlender behördlicher Genehmigung abgesagt werden. Es wäre die 18. gewesen.

Erfolgreiche Simracer

In Rheinhessen ist der MSC in den letzten Jahrzehnten eindeutig der aktivste Motorsportclub. Dabei hilft er mit seiner Kompetenz gerne auch über die Grenzen der Stadt und Region hinaus. Viele der gut ausgebildeten Sportwarte und Zeitnehmer vertreten den MSC Alzey auf zahlreichen großen Motorsportveranstaltungen wie dem Internationalem ADAC Truck-Grand-Prix, diversen Motorradrennen und bei Rallye-Veranstaltungen. Uwe Ramb selbst ist Obmann für die Kart-Rundstrecke des ADAC Mittelrhein und in dieser Funktion bundesweit für den ADAC unterwegs. Der ehemalige Vorsitzende Joachim Mann war zwischen 1980 und 1998 Sportleiter (heutige Bezeichnung Vorstand Sport) des ADAC Mittelrhein und in dieser Funktion maßgeblich am Aufbau der Erfolgsgeschichte des Truck-Grand-Prix Mitte der 80er Jahre und der Rückkehr der Formel 1 an den Nürburgring Mitte der 90er Jahre beteiligt.
Besonders stolz ist der Verein auf seine Simracer, die an den verschiedenen Meisterschaftsformaten des ADAC sehr erfolgreich teilnehmen. Rund zehn Teilnehmer umfasst die Gruppe, in der sehr junge aber auch sehr erfahrene Fahrer wie Langstrecken-Spezialist Marek Böckmann aktiv sind. Diese Abteilung wird im Übrigen von Dominik Ramb, dem Sohn des Vorsitzenden geleitet. Auch im Ehrenamt ist also für Nachwuchs gesorgt.

Im Vorstand breit aufgestellt

Apropos: 13 gewählte Mitglieder verantworten im Verein die Vorstandsarbeit mit klar abgegrenzten Zuständigkeiten. „Die breite Aufstellung verhindert, dass Einzelne zeitlich überfordert werden und vielleicht deshalb dem Verein den Rücken kehren“, so Ramb. Das größte Ressort hat Sportleiter Kai Bucher inne. Stolz ist man im Verein aber auch darauf, dass in Schriftführerin Katharina Borckholder und den Beisitzerinnen Melanie Stops und Silvia Borckholder auch drei Frauen gewonnen werden konnten.
Im kommenden Jahr wird der Verein 60 Jahre alt. Beim 50. Geburtstag ließ es der MSC mächtig krachen. Ü30 Party mit Rockland, ein großer Festabend und eine bunte Präsentation im Rahmen eines verkaufsoffenen Sonntags bildeten die würdige Kulisse zum Jubiläum. Ganz so groß werden die Feierlichkeiten zum runden Geburtstag sicher nicht werden, aber gefeiert wird sicher. Und zurecht.

 

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„Das Helfen gehört zu unserer DNA“

Nur das eigene Vereinsgelände fehlt zum Glück

Wenn der ADAC Mittelrhein für seine Großveranstaltungen seine Ortsclubs um Hilfe fragt, dann ist ein Club mit besonders vielen Helfern am Start: der AMC Arzbach.
Stolz ist der Verein auf sein Image als zuverlässiger Helfer. Dabei sind die Mitglieder des SV auch als aktive Motorsportler erfolgreich unterwegs. Egal ob Kart-Slalom, -Rundstrecke , Rallye oder Langstrecke. Immer wieder bringt der Club erfolgreiche Motorsportler hervor. Nur eins fehlt dem Verein noch. Ein eigenes Vereinsgelände. Das soll in den kommenden Jahren realisiert werden. „Die Gespräche mit der Gemeinde laufen“, verrät Hagen Fries, seit 2018 Vorsitzender des Vereins.

Arzbacher sind stolz auf ihr junges Team

Besonders stolz ist der Club darauf, so viele junge Menschen für die Vorstandsarbeit und als Helfer bei Veranstaltungen gewinnen zu können. Auch Fries selbst ist gerade einmal 31 Jahre alt, bei seiner Wahl vor drei Jahren war er 28. Seine ersten Berührungspunkte mit dem Motorsport hatte er als Kind, versuchte sich selbst im Kart-Slalom. „Inzwischen fühle ich mich aber an der Boxenmauer sehr viel wohler“, sagt er. Seit 2018 führt er den Verein, der seine Wurzeln im Rallyesport hat. Mit der ADAC-Rallye Deutsches Eck, die überwiegend auf dem Truppenübungsplatz Gelände „Schmidtenhöhe“ über Koblenz ausgetragen wurde, erreichte der Club bundesweites Ansehen. Heute sind die Veranstaltungen rarer geworden, Anfang Juli aber richtet der Club in Bad Ems einen Kartslalom aus. 14 Kinder umfasst aktuell die Kart-Slalom-Gruppe des Vereins, die auf zwei clubeigenen Karts seit 15 Jahren kostenlos ein Privatgelände zum Training nutzen dürfen. Beim Kart-Rookies-Cup zählt der AMC gemeinsam mit dem MSC Uchtelfangen und dem Kart-Club-Trier e.V. zu den Veranstaltern der Serie. Vier eigene Fahrer sind hier am Start und mit Cedric Fuchs fährt ein Nachwuchsfahrer des Vereins im ADAC Kart-Masters mit und damit so etwas wie in der Kart-Bundsliga.

35 Helfer organisieren die Trucker-Camps

Dass das zweite Standbein des Clubs, die hohe Helferpräsens bei Großveranstaltungen im vergangenen und zum Teil auch diesem Jahr weggebrochen ist, schmerzt Fries. „Das Helfen gehört zu unserer DNA“, so Fries. Für die fleißigen Helfer des Clubs war es selbstverständlich, dass sie sich nach der Absage des Truck-Grand-Prix‘ dennoch auf dem Weg zum Nürburgring machten, um den Opfern der Flutkatastrophe über Tage aktiv zu helfen. Trotzdem fehlt den Clubmitgliedern das Engagement beim Truck-Grand-Prix, der in 2020 aufgrund der Pandemie ebenfalls nicht stattfand. Hier ist der Verein für den Bereich „Camp&Korso“ verantwortlich. So organisiert er die Flächen, auf denen bis zu 1300 Lkws stehen und Tausende Trucker gemeinsam das Wochenende feiern. Auch die beiden Korsos, bei denen hunderte Trucks am Veranstaltungs-Samstag und-Sonntag ihre gefeierte Runde rund um die Grand-Prix-Strecke drehen, liegt maßgeblich in den Händen der Arzbacher. Beides ist logistisch eine Riesen-Herausforderung. „Wir sind dort mit bis zu 35 Personen vor Ort. Für das Vereinsleben ist es deshalb eine wichtige Veranstaltung“, so Fries.

Hoffen auf Mittelrhein-Classic und GT World-Challenge

So hofft der Club, wie auch der ADAC Mittelrhein als Veranstalter oder Ausrichter, auf die ADAC Mittelrhein-Classic in Lahnstein am ersten August- und die GT World Challenge Europe am ersten September-Wochenende. Bei der zweiten Veranstaltung am Nürburgring sind die Arzbacher auch in die sportlichen Abläufe eingebunden. Und sie fiebern schon heute dem erstmals vom ADAC Mittelrhein ausgerichteten Lauf zur Deutschen Rallye-Meisterschaft Anfang Juli nächsten Jahres entgegen. Denn natürlich sind die Rallye-Spezialisten auch da mit an Bord.

 

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Jugendarbeit als zentrale Aufgabe verstanden

Erfolg in der Jugendarbeit ist planbar

Alljährlich findet in Ochtendung die große Sportlerehrung des ADAC Mittelrhein e.V. statt. Im festlich geschmückten Kuppelsaal wird hier mit Preisen und Pokalen geehrt, wer im abgelaufenen Sportjahr besonders erfolgreich war. Wenn nach dem Ortsclub mit den sportlich erfolgreichsten Fahrern gefragt wird, nimmt seit 15 Jahren immer der gleiche Verein den größten Pokal mit nach Hause: Der MSC Adenau.
Seit 1969 gibt es diesen Verein in dem Ort mit Tuchfühlung zur legendären Nordschleife des Nürburgrings. Heute zählt er 500 Mitglieder. Aktive des Vereins sind im Automobil- und Motorradsport, im Automobilslalom, im Kart Rennsport, im Orientierungs- Oldtimer- und Classicsport, im Indoor Kart Sport, im Jugend Indoor Kartsport, im Jugend Kart Slalom Sport im Modellrennsport und seit 2018 im vom DMSB als Sport anerkannten Simracing am Start.

Erst gesagt und dann auch getan

Ein ganz besonderes Augenmerk liegt beim MSC Adenau auf der Jugendarbeit. Hier hat der Verein eine große Jugend Kart-Slalom und Jugend-Automobil-Slalom-Nachwuchsgruppe. Als Jugendleiter verantwortlich ist hier Karl Eckstein. Der 55-jährige, der in Altenahr lebt, ist seit 1996 im Verein aktiv. Einige Zeit zuvor hatte er den heutigen Ehrenvorsitzenden des Vereins, Alfred Novotny, kennengelernt und erfahren, dass die bereits 1990 gegründete Kart-Abteilung des Vereins seit geraumer Zeit brach lag. Eckstein war Feuer und Flamme, sagte, „da lässt sich doch was tun“ und tat es dann auch. Gemeinsam mit Markus Schlebusch hauchte er der Jugendarbeit neues Leben ein. In den Folgejahren feierte der Kart-Slalom-Sport im MSC Adenau auch unter der Führung von Werner Balmes viele Erfolge und stellte mit Christian Schmitz, der in den weiteren Jahren auch in der VLN und beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring erfolgreich war, den ADAC Mittelrhein Meister und Rheinland-Pfalz-Meister.
Nach einem Neuanfang im Jahre 2016 übernahm zunächst die heutige 1.Vorsitzende Vesna Füllgrabe (seit 2019) die Aufgabe der Jugendleiterin. Im darauffolgenden Jahr übernahm Karl Eckstein erneut die Jugend-Kart-Slalom-Gruppe und baute diese in den Folgejahren weiter aus. Mit Maik Rauhe und Fabian Klein als Trainer und Betreuer konnten zahlreiche Siege, viele Top-Platzierungen, sowie im Jahr 2019 eine Vizemeisterschaft und ein dritter Platz in der ADAC Mittelrhein Meisterschaft durch Florian Rauhe und Mika Schmitt errungen werden. Bemerkenswert: Trotz Corona stieg die Jugendgruppe im Jahr 2020 von 13 auf 35 Mitglieder. Stand heute sind es sogar 37. „Das ist aber dann auch so langsam die Kapazitätsgrenze“, so Eckstein. Denn schließlich wollen alle Kinder und Jugendliche auch Lenkzeiten und vor allem auch an den Wettbewerben teilnehmen. Nicht nur wegen Corona wurde der Trainingsbetrieb deshalb umgestellt. Während es früher an einem Samstag nur zwei Trainingsgruppen mit längerer Trainingszeit gab, teilen sich heute höchstens sechs Jugendliche in einer festgesetzten Stunde die Karts. Eckstein: „Das hat den Vorteil, dass jeder rund 15 bis 20 Minuten konzentriert fahren kann und die Zeit damit effektiver genutzt wird.“ Auch bei den meisten Eltern, die oft mit vor Ort sind, kommt das Konzept an. Schließlich verringert es auch deren Zeitaufwand.

Mit 16 in den Automobil-Slalom

Als Konsequenz der großen Anzahl von Kart-Slalom-Fahrern floriert auch der Automobil-Slalom-Sport des MSC. Hierhin können Jugendliche bereits ab einem Alter von 16 Jahren wechseln. Zehn Jugendliche sind hier aktiv, davon sechs im Slalom-Youngster-Cup. Die Nachwuchspiloten aus dem Kart-Slalom-Sport erhalten hier die Möglichkeit, weiterhin kostengünstig Motorsport zu betreiben und bleiben an den Verein gebunden. Unter Anleitung von erfahrenen Piloten des Clubs sowie Fahrlehrern wird den Nachwuchspiloten neben der Verkehrserziehung auch die Fahrphysik näher gebracht. Dazu gibt es zum einen ein clubeigenes Slalomfahrzeug, einen Suzuki Swift GTi mit 1400 ccm und rund 105 PS und zum anderen einen von der Firma Teichmann Racing aus Adenau zur Verfügung gestellten und seit 2012 dem Club überlassenen Daihatsu Sirion Sport 1.3, der rund 90 PS leistet. Beide Fahrzeuge sind mit Rennkäfig, speziellem Fahrwerk und Sechs-Punkt-Gurten für die beste Sicherheit ausgestattet.

Im ADAC Slalom Youngster Cup des ADAC Mittelrhein, der auf zwei Opel Corsa ausgetragen wird, war der MSC Adenau auch deshalb in den letzten Jahren ebenfalls sehr erfolgreich und konnte bereits mehrfach den ADAC-Mittelrhein- und Rheinland-Pfalz- Meister stellen. Es spricht also viel dafür, dass der MSC auch in den kommenden Jahren zu den erfolgreichsten Ortsclubs des ADAC Mittelrhein zählen wird. Doch auch hier verrät Eckstein einen weiteren Grund für den Erfolg. „Wir haben damals jeden Fahrer persönlich angesprochen und für die Teilnahme an den Meisterschaften des ADAC Mittelrhein geworben. Das Formular hatten wir bei diesen Gesprächen immer schon dabei.“ Erfolg ist eben (auch) planbar.

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MSF Winningen: „A bissel was geht immer“

Das öffentliche Leben in Deutschland ist derzeit durch vielfältige Restriktionen immer noch stark eingeschränkt. Natürlich auch mit Konsequenzen für den Motorsport und die vielfältige Arbeit unserer Ortsclubs. Veranstaltungen werden abgesagt, organisierte Gruppentrainings sind nicht erlaubt.

Mit Individualtraining durch die Krise

Frei nach Monaco Franzes ,A bissel was geht immer‘ versuchen die Zweitradfreunde in Winningen das Beste daraus zu machen. „Individualtraining mit einer Begleitperson ist unter strikten und genau definierten Auflagen laut Landesverordnung im Freien erlaubt“, erzählt Sportleiter Klaus Mölich von den Motorsportfreunden Winningen. So sehen Spaziergänger auf dem clubeigenen Gelände nahe des Winninger Flugplatzes zwar nicht die rege Betriebsamkeit eines normalen Trainingsbetriebs, aber dennoch vereinzelt und individuell trainierende Motorsportler. „Wir freuen uns natürlich, dass die Kreisverwaltung uns dies ermöglicht“, so Mölich. „Unser Gelände ist so groß, da kann sich jeder Trialer seine 50 Quadratmeter für sein individuelles Training suchen.“

50 Quadratmeter für jeden

Das freut auch Michael Bäuml, Trial-Obmann des ADAC Mittelrhein e.V. Er appelliert eindringlich an alle Sportler, sich an die bestehenden Landesregeln zu halten. Schließlich sei beispielsweise die die Anlagen in Reil von behördlicher Seite gesperrt und die in Frankenthal nach großen Bemühungen des dort angesiedelten Clubs erst seit kurzem geöffnet. Auch Mölich appelliert deshalb immer wieder an seine Mitglieder, auch in Trainingspausen keine Grüppchen zu bilden und verantwortungsvoll mit der Situation umzugehen. „Jeder muss verantwortlich mit dieser besonderen Situation umgehen. So ist Grüppchenbildung in den Trainingspausen tabu und bislang funktioniert unser Schutzkonzept gut“, so Bäuml.

Zeitmanagement entzerrt die Besucherzahl

Auch die Moto-Crosser dürfen in Winningen individuell trainieren, auch wenn hier noch mehr Management gefragt ist. Mölich: „Während früher Fahrer einen ganzen Samstag gemeinsam auf der Anlage verbrachten, teilen wir das jetzt in Blöcke von drei bis vier Stunden mit deutlich weniger Aktiven ein und entzerren so die Anzahl der Personen auf dem Gelände.“
Angelika Oster, Obfrau für den Motocross im ADAC Mittelrhein mahnt ebenfalls zu Disziplin und verweist auf die Anlagen im Land, wo auch die Individualtrainings nicht erlaubt sind. „Dass die Verwaltung das hier erlaubt, ist ein hohes Gut, dass alle zu schätzen wissen sollten.“
In Winningen hofft man, dass es im Laufe des Sommers zu weiteren Lockerungen kommt und der Verein auch dank dieser kleinen Freiheiten gut aus der Krise kommt. „Eine Handvoll neue Mitglieder habe man in 2020 sogar gewinnen können“, berichtet Mölich und sieht seinen Club hier auf einem guten Weg.

Theresa Bäuml hofft auf WM- und EM-Läufe

Und was macht das Zweirad-Aushängeschild des ADAC Mittelrhein? Auch Weltklasse-Trialerin Theresa Bäuml trainiert schon wieder fleißig und bereitet sich auf anstehende Wettkämpfe vor. „Meine Saisonvorbereitungen laufen auf Hochtouren. Ich bin bereit für mein Comeback“ postet sie Ihren Fans auf Facebook. Und damit könnte es schon bald losgehen. Denn sowohl der Lauf zur Europameisterschaft im italienischen Santa Fiora (29. und 30. Mai), als auch der WM-Lauf im ebenfalls italienischen Tolmezzo (12. und 13. Juni) wurden bislang noch nicht abgesagt.
Und für die Ausnahmesportlerin gab es noch mehr gute Nachrichten. Auch in 2021 gehört die 23jährige vom AC Mayen zum Kreis des 24köpfigen Förderkaders der ADAC Stiftung Sport. „An dieser Stelle danke ich meinem langjährigen Partner, dem ADAC Mittelrhein, der mich seit vielen Jahren unterstützt. Ohne die Unterstützung wäre ich nicht, was ich jetzt bin. Vielen Dank für das Vertrauen“, so Bäuml. Vielleicht zahlt sie es schon bald mit vielen Erfolgen zurück.

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Am Anfang war das Dorf…

Willkommen: Funk Hilfe Motorsport Dohr im ADAC

Als sich 2006 im sechs Kilometer oberhalb von Cochem gelegenen 600-Seelen Örtchen Dohr eine Dorfgemeinschaft gründete, dachte wohl noch niemand daran, dass dieser Verein 15 Jahre später der jüngste Zuwachs in der Ortsclubfamilie des ADAC Mittelrhein e.V sein wird.
Dabei hätte man es erahnen können. Denn „Schutz, Rat, Hilfe“, seit fast 120 Jahren Grund-DNA des ADAC, ist auch das Leitmotiv des 40-köpfigen Ortslcubs, der sich auch Themen abseits des Motorsports widmet. So ist auch der Name des motorsportlichen Ablegers der Dorfgemeinschaft ,Funk Hilfe Motorsport Dohr im ADAC‘ zu verstehen.

Von Motocross über Slalom bis Karneval

„Wir sind bei vielen Veranstaltungen im Bereich der Streckensicherung unterwegs. Deshalb der Begriff ‚Schutz‘ in unserem Namen,“ erklärt Oliver Görgen, Vorsitzender des Vereins. Dazu gehören eine Reihe von Motorsportveranstaltungen wie das Internationale Motorbootrennen in Brodenbach, das in diesem Jahr leider pandemiebedingt ausfallen muss. Außerdem: Motocross-Veranstaltungen auf dem heißen Stein in Reil, diverse Automobil- und Kart-Slaloms, aber auch Karnevalsumzüge wie im heimischen Dohr oder in Wiesbaden.
Dabei haben sich die aktiven Mitglieder insbesondere im Bereich Funktechnik Knowhow angeeignet, das von anderen Veranstaltern gerne genutzt wird. „Wir stellen bei Bedarf auch unsere eigene Ausrüstung zur Verfügung“, so Görgen. Gefragt sind die Fähigkeiten ,seiner‘ Mannschaft deshalb auch beim 24-Stunden-Rennen,  Internationalen ADAC Truck-Grand-Prix oder auch der Langstreckenmeisterschaft am Nürburgring.

Mit Bobbycars in Klotten

Besonders stolz ist Görgen aber auf seine eigenen Veranstaltungen. So auch auf das jährlich stattfindende E-Darts-Turnier, dass rund 100 Teilnehmer aus ganz Deutschland lockt, das dreitägige Fußballturnier auf dem Bolzplatz und das alle zwei Jahre stattfindende Bobbycar-Rennen in Klotten.
„Unter dem Motto „Der Berg brennt“ veranstalten wir darüber hinaus seit vielen Jahren an der K25 zwischen Klotten und Wirfus ein erfolgreiches Bergrennen“, so Görgen.

Am 13. und 14. August wagt der Club wieder etwas Neues. Auf einem Stoppelfeld zwischen Wirfus und Klotten plant der Club erstmals ein Mofarennen, vorbehaltlich der behördlichen Genehmigung im Kontext der Pandemieentwicklung. Aktuell liegen bereit 30 Anmeldungen vor, bei positivem Bescheid der Behörden rechnet Görgen mit rund 100 Teilnehmern aus ganz Deutschland. Und im Idealfall auch mit vielen Besuchern, die sich dann selbst ein Bild davon machen können, dass der neue Ortsclub aus dem kleinen Ort hoch über der Mosel eine echte Bereicherung für das Clubleben des ADAC Mittelrhein e.V. ist.

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